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Interview mit „Bethnahrin“ über „Music for the One God“.„Music for the One God“ ist ein Weltreligionen-Konzert, gefördert von der Europäischen Union und dem türkischen Staatsministerium für Kultur. Es vereint islamische, sephardische und christliche Klangwelten mit dem Ziel eines musikalischen lobpreisen Gottes, der zwar verschiedene Namen trägt, aber dennoch der eine, gemeinsame Gott ist. Dieses Musikprojekt ist ein Appell an den Frieden.

Eines von insgesamt vier geplanten Konzerten fand bereits in der byzantinischen Kirche Aya Irini in Istanbul statt. Hochgradige Wissenschaftler und Politiker aus aller Welt waren an dem multikulturellen Abend erschienen.

Die Sängerin und Studentin Sarah Ego durfte neben berühmten Sängern und Musikern bei diesem einzigartigen Projekt teilnehmen. Als Assyrerin vertrat sie die Klänge der syrisch-orthodoxen Kirche. Zunächst trat die jüngste Mitwirkende des Konzerts mit dem sakralen Lied „Halel“ vor einem Publikum von mehr als 1 700 Personen auf, woraufhin im Laufe des Abends das Duett „Al Tareyk Ito“ mit dem berühmten Sänger der türkischen klassischen Musik, Ahmet Özhan, folgte.

Drei weitere Konzerte sind im Juli in Deutschland geplant. Am 19.07.2012 in Völklingen, am 20.07.2012 in München und zu guter Letzt am 21.07.2012 in Nürnberg.

Interview mit Sarah Ego
Sarah, was gefiel dir am meisten an diesem Konzert?

Es war großartig miterleben zu dürfen, mit welch einer Professionalität und Leidenschaft alle Mitwirkenden ihrer Arbeit nachgegangen sind. Sehr fasziniert und erfreut war ich über die Harmonie, die unter den Beteiligten sowohl im Laufe der Proben, als auch während des Konzertes herrschte. Diese Atmosphäre wurde musikalisch durch das Koppeln verschiedener Glorias und Amens mit griechischen und hebräischen Hallellujahs, sowie einem Sufi-Ritual und die daraus resultierenden fließenden Übergänge sehr ausdrucksvoll vermittelt. Die Botschaft, dass es nicht auf die Gegensätze der unterschiedlichen Religionen ankommt, konnte somit dem Publikum auf faszinierende Art und Weise bestmöglich nahe gebracht werden.

Als Repräsentantin der syrisch-orthodoxen Kirche hast du eine gewisse Verantwortung. Wie bist du damit umgegangen?

Die Verantwortung sehe ich darin, unsere Glaubensgemeinde bestmöglich zu repräsentieren. Ich bin stolz auf meine Jahrtausend alte Kultur und habe mein bestmögliches bei diesem Konzert gegeben. Ich fand es eine Ehre mit Ahmet Özhan ein Duett singen zu dürfen und denke, dass man auch darauf stolz sein kann. Natürlich hoffe ich, dass ich den Anforderungen, die mit Sicherheit an einen gestellt werden, gerecht werden konnte. Ich freue mich auf die in Deutschland folgenden Konzerte.

 

Quelle: Sarah Ego repräsentiert die syrisch-orthodoxe Kirche

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