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Die Augsburger Allgemeine berichtet über meinen Auftritt bei „Music for the One God“ und über die in Deutschland folgenden Konzerte.

Studentin Sarah Ego aus Augsburg singt in einem Konzert, das die drei Weltreligionen zusammenführt. Auftritte in Istanbul, München und Nürnberg

Von Eva Maria Häfele

Sie ist blutjung. Sie ist bildschön. Sie singt bezaubernd. Ein Popstar mit Modelqualitäten? Falsch. Sarah Ego ist (noch) kein Star. Die Augsburger Lehramtsstudentin mit dem schönen Familiennamen (kein Pseudonym!) hat ihre Stimme der Kirche geliehen, ihren Gesang dem Glauben verschrieben – dem syrisch-orthodoxen Glauben ihrer mesopotamischen Vorfahren aus dem fruchtbaren Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris.

Sie ist die Solostimme der Christen beim Weltreligionen-Konzert „Music for the One God“, das gefördert wird von der Europäischen Union und dem Türkischen Staatsministerium für Kultur. Gestern sang sie im paillettenbestickten Abendkleid in der Münchner Matthäuskirche, heute Abend tritt sie in der Nürnberger Michaelskirche ans Mikrofon und besingt in ihrem samtig-weichen Mezzosopran den Schöpfer. Enden wird das Konzert mit einem gefühlvollen, orientalisch angehauchten „Halleluya“ der angehenden Lehrerin für Deutsch und Sozialkunde.

27 Zeitungen berichteten über Premiere in der Hagia Irene

„Halel, Halel, Halel.“ (Lobpreiset, lobpreiset, lobpreiset.) Ihre babylonisch-assyrischen Psalmen erfüllten bereits die Hagia Irene, das Weltkulturerbe der türkischen Millionenmetropole Istanbul. In den byzantinischen Hallen der Irenenkirche entfaltete sich vor 1700 Besuchern die Premiere der multinationalen Konzertreihe „Music for the One God“. In 27 türkischen Tageszeitungen war hernach auch von Sarah Egos Stimme die Rede.

Sarah Ego ist schön, aber bescheiden. „Ich habe Augen, Nase, Mund – wie jeder andere.“ Sarah Ego ist gläubig und glaubt an ein friedliches Miteinander der drei monotheistischen Weltreligionen, die in dem Konzert von Christen, Muslimen und Juden gemeinsam besungen werden. „Gott trägt zwar verschiedene Namen, aber ist dennoch der eine, gemeinsame Gott.“ Sehr erwachsen wirkt die gebürtige Augsburgerin in dem, was sie sagt. Dabei ist sie mit ihren 19 Jahren die Jüngste der rund drei Dutzend internationalen Künstler des Abends – darunter Sänger wie der rumänische Countertenor Valer Barna-Sabadus oder der türkische Vertreter der osmanischen Klassik, Ahmet Özhan. Im Kollektiv mit der charismatischen Assyrerin werden sie heute Abend nochmals die „Music for the One God“ anstimmen.

Musik für den einen Gott: ein gemeinsamer Schöpfer als musikalische Basis, aus der differente Stimmen aufsteigen. Ein gemeinsames Amen, wie es in Moscheen, Synagogen und Kirchen gleichermaßen Brauch ist. „Wir koppeln alle Lieder und singen ohne Bruch durch, um nicht die Unterschiede, sondern das Verbindende unserer Religionen zu betonen“, verrät Sarah Ego. Und die schwarzhaarige Schönheit mit den frappanten Augen lässt ein jubelndes „Amin“ (Amen) anklingen.

So, wie es heute Abend durch die Nürnberger Altstadtkirche hallen wird. Nervös? „Hm. Manchmal eher aufgeregt, dass ich nicht aufgeregt bin“, schmunzelt die Studentin. Sie hat die Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg durchlaufen, sang im Konzertchor der Schule und hatte zusätzlich sechs Jahre Ausbildung an der Geige. Beim Interview steht sie noch in Top und Turnschuhen da. Sarah Ego – ein abgeklärter Star? Nein, (noch) kein Star, aber mit Starqualitäten.

 

Quelle: Die schöne Christin

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